| |
|
Ferien für daheimgebliebene!
Die Heimat und Ihre Sehenswürdigkeiten entdecken. Zum Beispiel, die
Gutenberger Höhlen. Höhlen üben seit jeher eine besondere Faszination auf die
Menschen aus und sind deshalb ein besonderer Anziehungspunkt für
viele. Einzigartige Tropfsteinformen verwandeln die wundersame Dunkelheit in
eine mystische Märchen- und Sagenwelt. Auf sicheren Wegen und unter
fachkundiger Führung wird dem Besucher der Einblick in geheimnisvolle Tiefen
ermöglicht. Lassen Sie sich entführen in das Reich der Dunkelheit!
Führungen durch die Gutenberger Höhle finden samstags von 13:00 bis 17:00 Uhr
und sonn- und feiertags von 10:00 bis 17:00 Uhr statt. Bei durchgehend
schlechtem Wetter bleibt die Höhle geschlossen. Gruppenführungen sind nach
telefonischer Voranmeldung auch unter der Woche möglich.
N E U !
 Kindergeburtstag
in der Höhle mehr...
...mit Fredi der kleinen Fledermaus oder Rulamann und der Höhlenbärenzahn
erleben die Kinder einen erlebnisreichen und interessanten Geburtstag in der
Natur. Anmeldung erforderlich. Ansprechpartner, die Ortschaftsverwaltung
Gutenberg Tel. 07026 7822
Nachmittagsführungen in den Sommerferien ! Mittwochnachmittags am
04.08.; 11.08.; 25.08. und am 01.09.2010 von 13:00 bis 16:00 Uhr. Am
18:08. und 08.09.2010 von 14:00 bis 15:30 Uhr
Treffpunkt: Gutenberger Höhle!
|
Saisoneröffnung in den Höhlen
Wenn im Frühjahr die Fledermäuse ihren Winterschlaf beendet haben beginnt am
1. Mai die Saison für die Gutenberger Höhlen wieder. Auf sicheren Wegen und
unter fachkundiger Führung wird dem Besucher der Einblick in
geheimnisvolle Tiefen ermöglicht. Einzigartige Tropfsteinformen verwandeln die
wundersame Dunkelheit in eine mystische Märchen- und Sagenwelt. Höhlen üben seit
jeher einen besondere Faszination auf die Menschen aus und sind deshalb ein
besonderer Anziehungspunkt für viele Wanderer, Ausflügler und Schulklassen.
Besuchen sie die Höhlen doch auch einmal wieder, denn Höhlen sind mehr als
dunkle Hohlräume, sie haben Geschichte und sie bewahren Geschichte.
Führungen durch die Gutenberger Höhle finden samstags von 13 bis 17 Uhr und
sonn- und feiertags von 10 bis 17. Uhr statt. Gruppenführungen sind nach
telefonischer Voranmeldung auch unter der Woche möglich. Ansprechpartner dafür
ist die Ortschaftsverwaltung Gutenberg Tel.07026 7822. Bei durchgehend
schlechtem Wetter bleibt die Höhle geschlossen.
|
Detailinformationen Gutenberger Höhlen
Gutenberger Höhle
Der 17 m lange Vorplatz der Gutenberger Höhle, war als "Heppenloch" schon
lange bekannt. Die Höhle selbst wurde 1889/90 bei Grabungen durch den
Schwäbischen Höhlenverein entdeckt. Der Schwäb. Höhlenverein war erst einige
Monate vorher u.a. von dem damals in Gutenberg ansässigen Pfarrer und
begeisterten Höhlenforscher Karl Gussmann zur Erforschung der Schwäbischen
Höhlen gegründet worden.
Bei den ersten Grabungen im November 1889 stieß man nach Durchbrechung der
Kalk-Sinter-Schale, die die Eingangshalle nach hinten abschloss, auf eine ca. 3
m mächtige und 12 m lange Bank von fossilen Knochen, die mit Lehm und Schotter
steinhart zusammengebacken waren. Nach genauerer Untersuchung des Materials
wurden Reste folgender Tiere aus dem Pleistozän (Zwischeneiszeit) gefunden:
Biber, Dachs, Fuchs, Wolf, Wildkatze, Hyäne, Brauner Bär, Höhlenbär, Höhlenlöwe,
Reh, Hirsch, Dammhirsch, Riesenhirsch, Wildschwein, Wildpferd, Wisent, Nashorn
und viele Reste von Kleinsäugern. Die erhofften vorgeschichtlichen Funde von
Menschen blieben aus. Dafür fand man paläontologisches Material von
hervorragender Bedeutung. Sensationell war beispielsweise der Fund von
Kiefernstücken eines Berberaffen (Inuus Suevicus = schwäbischer Affe) und des
Alpenwolfes auch bez. als Rothund (Cuo Nalpinus PALLAS). Es waren die einzigen
derartigen Funde in Deutschland.


|
|
Die Höhle selbst ist eine Klufthöhle mit sehr schönem Tropfsteinschmuck.
Leider sind viele Tropfsteine von unvernünftigen Höhlenbesuchern abgeschlagen
worden. An vielen Stellen hat sich auf dem schwarzen Überzug an den
Tropfsteinen, welcher durch die früher zur Beleuchtung verwendeten
Pechfackeln entstanden ist, wieder neuer Tropfsteinüberzug gebildet. Elektrisch
beleuchtet ist die Höhle erst seit 1967.
|
|
Die Gutenberger Höhle hat insgesamt 6 Hallen. Die erste ist die
Knochenlagerhalle, die zweite die gotische Halle, von welcher ein 40 m langer
Gang mit verschiedenen Nebenkammern in die vierte Halle führt. Die Halle 5 ist
die Teilungshalle und die sechste und letzte Halle ist der Gußmannsdom mit
seiner großen Nebenkammer, von welcher es dann noch in die für die Besucher
gesperrte Klamm hinabgeht.
Die Entstehung verdankt die Höhle dem Schopflocher Moor (Torfgrube).
Dieses Moor war zu der Zeit, als die Höhle noch vom Wasser durchflossen war, ein
See. Das Wasser ist durch Spalten abgeflossen und hat diese chemisch lösend
erweitert (Korrosion). Es hat aber auch mechanisch, durch Reibung (Erosion) die
Raumbildung gefördert. Ein Teil des Wassers vom Schopflocher Moor tritt heute
aus dem Höllsternbröller aus, der 150 m tiefer liegt als die Gutenberger Höhlen.
Seit der Entstehung der Höhlen und heute hat sich die Karstwasserschicht um
soviel tiefer gelegt. Die Gutenberger Höhle besitzt mit ihren sehr schönen
Tropfsteinbildungen eine Gesamtlänge von rund 200 m. Die Funde aus den
Gutenberger Höhlen sind heute größtenteils im Heimatmuseum in Kirchheim und im
Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart ausgestellt.

|
|
Gußmannshöhle
Auch die Gußmannshöhle ist eine typische Schichtfugenhöhle in den
Massenkalken der Schwäbischen Alb (Karsthöhle). Sie wurde im Jahr 1890 ebenfalls
von Pfarrer Karl Gußmann entdeckt. Zur Zeit der Entdeckung gab es in dieser sehr
tropfsteinreichen Spaltenhöhle auch noch sehr schöne Kalkspatkristalle, von
welchen heute leider nichts mehr übrig ist. Gefunden wurden bei den Ausgrabungen
hier 2 Mamutbackenzähne.
Die Gußmannhöhle ist 55 m lang und seit dem Jahr 1922 elektrisch beleuchtet.
Sie besteht aus 4 Hallen und zwar aus der Domhalle mit Kanzel, Lehmhalle,
Orgelhalle und der Turmhalle mit einer Höhe von 25 m.
Die Gussmannshöhle ist die kleinere der beiden Höhlen und steht seit
Saisonbeginn am 1. Mai 2008 nach aufwendigen Fels-Sicherungsarbeiten im
Eingangsbereich auch wieder für Führungen offen und kann besichtigt werden.

|
|
AUSKUNFT: Ortschaftsverwaltung
Gutenberg, Hauptstraße 14, 73252 Lenningen-Gutenberg Telefon: 07026
7822 (Mo.-Fr. 9.00-12.00 Uhr u. Mo. 15.00-18.00Uhr) ov.gutenberg@lenningen.de
|
Bilderrundgang durch die Höhlen fotografiert von Rainer Hoffelner
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
14
|
15
|
16
|
17
|
18
|
19
|
20
|
21
|
22
|
23
|
24
|
25
|
26
|
27
|
28
|
29
|
30
|
31
|
|
 |