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Wetter in Lenningen

Aktuell, 30.03.2017
leicht bewölkt
15 °C
leicht bewölkt
Lenningenmehr als nur ein Ort

Sehenswertes

Sehenswürdigkeiten

Eine reizvolle Landschaft erwartet den Besucher in der Gemeinde Lenningen: Tropfsteinhöhlen, Kletter- und Aussichtsfelsen, Burgruinen, eine Vielzahl gut markierter Wanderwege und ein Torfmoor. Aber auch reich an Baudenkmälern sind die 7 Ortsteile der Gemeinde.

Gelber Fels

Unterhalb der Teck in südlicher Richtung auf einer Höhe von 771 m befindet sich der weithin leuchtende Gelbe Fels. Wegen seiner gelben Farbe ist er schon vom Tal aus gut erkennbar. Diese Gelbfärbung rührt vom geringen Eisenanteil des Felses und gibt im dadurch sein typisches Aussehen. Der Fels besteht aus einem Hauptfelsen und zwei Nebenfelsen und besteht in erster Linie aus Kalkstein. Der Gelbe Fels ist eine für Kletterer äußerst beliebte Kletterwand. (Nähere Informationen dazu auf der Homepage des DAV.) Jedoch auch für Wanderer ist der Gelbe Fels ein lohnendes Ziel. Oberhalb am Gelben Felsen vorbei führt der Wanderweg vom Sattelbogen zur Teck, wo man vom Gelben Felsen dann einen atemberaubenden Blick in das Lenninger Tal und auf die Alb genießen kann.

 

 

Gelber Fels im Herbst
Gelber Fels

Gutenberger Höhlen

Die Wintersaison hat begonnen. Die Gutenberger Höhlen bleiben bis zum 1. Mai 2017 geschlossen.

Öffnungszeiten Mai - Oktober:
Samstags: 13 - 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10 - 16 Uhr

Bei durchgehend schlechtem Wetter bleiben die Höhlen geschlossen:

  • Kindergeburtstag in den Höhlen mehr

Die Höhle

Der 17 m lange Vorplatz der Gutenberger Höhle, war als "Heppenloch" schon lange bekannt. Die Höhle selbst wurde 1889/90 bei Grabungen durch den Schwäbischen Höhlenverein entdeckt. Der Schwäb. Höhlenverein war erst einige Monate vor­her u.a. von dem damals in Gutenberg ansässigen Pfarrer und begeisterten Höhlenforscher Karl Gussmann zur Erforschung der Schwäbischen Höhlen gegründet worden. Bei den ersten Grabungen im November 1889 stieß man nach Durchbrechung der Kalk-Sinter-Schale, die die Eingangshalle nach hinten abschloss, auf eine ca. 3 m mächtige und 12 m lange Bank von fossilen Knochen, die mit Lehm und Schotter steinhart zusammengebacken waren. Nach genauerer Untersuchung des Materials wurden Reste folgender Tiere aus dem Pleistozän (Zwischeneiszeit) gefunden: Biber, Dachs, Fuchs, Wolf, Wildkatze, Hyäne, Brauner Bär, Höhlenbär, Höhlenlöwe, Reh, Hirsch, Dammhirsch, Riesenhirsch, Wildschwein, Wildpferd, Wisent, Nashorn und viele Reste von Kleinsäugern. Die erhofften vorgeschichtlichen Funde von Menschen blieben aus. Dafür fand man paläontologisches Material von hervorragender Bedeutung. Sensationell war beispielsweise der Fund von Kiefernstücken eines Berberaffen (Inuus Suevicus = schwäbischer Affe) und des Alpenwolfes auch bez. als Rothund (Cuo Nalpinus PALLAS). Es waren die einzigen derartigen Funde in Deutschland.

mehr über die Gutenberger Höhlen...

Die Höhle selbst ist eine Klufthöhle mit sehr schönem Tropfsteinschmuck. Leider sind viele Tropfsteine von unvernünftigen Höhlenbesuchern abgeschlagen worden. An vielen Stellen hat sich auf dem schwarzen Überzug an den Tropfsteinen, welcher durch die früher zur Beleuchtung verwen­deten Pechfackeln entstanden ist, wieder neuer Tropfsteinüberzug gebildet. Elektrisch be­leuchtet ist die Höhle erst seit 1967. Die Gutenberger Höhle hat insgesamt 6 Hallen. Die erste ist die Knochenlagerhalle, die zweite die gotische Halle, von welcher ein 40 m langer Gang mit verschiedenen Nebenkammern in die vierte Halle führt. Die Halle 5 ist die Teilungshalle und die sechste und letzte Halle ist der Gußmannsdom mit seiner großen Nebenkammer, von welcher es dann noch in die für die Besucher gesperrte Klamm hinabgeht. Die Entstehung verdankt die Höhle dem Schopf­locher Moor (Torfgrube). Dieses Moor war zu der Zeit, als die Höhle noch vom Wasser durchflossen war, ein See. Das Wasser ist durch Spalten abge­flossen und hat diese chemisch lösend erweitert (Korrosion). Es hat aber auch mechanisch, durch Reibung (Erosion) die Raumbildung gefördert. Ein Teil des Wassers vom Schopflocher Moor tritt heute aus dem Höllsternbröller aus, der 150 m tiefer liegt als die Gutenberger Höhlen.   Seit der Entstehung der Höhlen und heute hat sich die Karstwasserschicht um soviel tiefer gelegt. Die Gutenberger Höhle besitzt mit ihren sehr schönen Tropfsteinbildungen eine Gesamtlänge von rund 200 m. Die Funde aus den Gutenberger Höhlen sind heute größtenteils im Heimatmuseum in Kirchheim und im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart ausgestellt.

Auch die Gußmannshöhle ist eine typische Schichtfugenhöhle in den Massenkalken der Schwäbischen Alb (Karsthöhle). Sie wurde im Jahr 1890 ebenfalls von Pfarrer Karl Gußmann entdeckt. Zur Zeit der Entdeckung gab es in dieser sehr tropfsteinreichen Spaltenhöhle auch noch sehr schöne Kalkspatkristalle, von welchen heute leider nichts mehr übrig ist. Gefunden wurden bei den Ausgrabungen hier 2 Mamutbackenzähne. Die Gußmannhöhle ist 55 m lang und seit dem Jahr 1922 elektrisch beleuchtet. Sie besteht aus 4 Hallen und zwar aus der Domhalle mit Kanzel, Lehmhalle, Orgelhalle und der Turmhalle mit einer Höhe von 25 m. Die Gussmannshöhle ist die kleinere der beiden Höhlen und steht seit Saisonbeginn am 1. Mai 2008 nach aufwendigen Fels-Sicherungsarbeiten im Eingangsbereich auch wieder für Führungen offen und kann besichtigt werden.


Ortschaftsverwaltung Gutenberg
Hauptstraße 14
73252 Lenningen-Gutenberg
07026 60945
(Montag: 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Dienstag bis Freitag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr)
E-Mail schreiben

Kesselfinkenloch

Kesselfinkenloch

Das Kesselfinkenloch ist eine bemerkenswerte Höhlenruine am Albtrauf bei Hochwang. Es handelt sich um ein im Grundriss etwa 10 x 15 m großes und über 10 m tiefes Loch, auf dessen Boden die Felstrümmer der eingestürzten Höhlendecke liegen. Unmittelbar am Steilabfall der Albtraufkante blieb ein letzter Rest dieser Höhle mitsamt dem ehemaligen Höhleneingang als Felsenbrücke erhalten. Das Kesselfinkenloch liegt direkt am Albvereinsweg am Albtrauf südlich von Hochwang. Vom Wanderparkplatz am Ende der Hochwang-Steige ist es in Kürze in südlicher Richtung zu erreichen. Im Dreißigjährigen Krieg soll die Höhle als Zufluchtsort gedient haben. Ein Kesselflicker namens Fink soll sie damals bewohnt haben. Daher der Name.

Konradfels

Der Konradfels, südwestlich von Oberlenningen, ca. 50 Höhenmeter unterhalb des Albtraufs, ist eine Besonderheit in mehrfacher Hinsicht. Das besondere an diesem Felsen ist sein Gestein. Es ist nicht, wie man auf der Schwäbischen Alb erwarten würde, Jurakalk. Dieser Fels ist der Rest eines ehemaligen Vulkanschlots. Er ist im Vergleich zu den hellen Oberjura-Felsen der Umgebung auffallend dunkel gefärbt. Als herausragender, isolierter Fels aus Vulkangestein gehört er zu den besonders eindrucksvollen Zeugnissen des Schwäbischen Vulkans. Wie sonst nirgends ist der Schlotstiel so schön als Felsnadel aus dem Oberjura herauspräpariert.

Das weitere extravagante ist aber etwas anderes: Am Konradfels geht der Kompass falsch. Der Vulkantuff enthält neben den Mineralien Olivin, Augit, Melilith und Nephelin auch einen hohen Anteil magnetischer Mineralien. Diese Magnetisierung kann normalerweise nur mit empfindlichen Messinstrumenten nachgewiesen werden; so spürt man die Vulkanschlote unter Boden und Vegetation auf. Beim Konradfels genügt jedoch ein einfacher Kompass. In einem definierten Bereich am südlichen Hangfuß des Felsens zeigt die Magnetnadel eine Missweisung um 180°. Die Abweichung vom normalen magnetischen Erdfeld ist so groß, dass man eine zusätzliche Verstärkung der Magnetisierung durch einen Blitzschlag vermutet.

Man erreicht den Konradfelsen von Oberlenningen auf dem steilen Wanderweg nach Grabenstetten, von einem Parkplatz unterhalb Hochwang am Albtrauf entlang und später noch etwas abwärts in Richtung Oberlenningen oder von Grabenstetten auf dem Wanderweg nach Oberlenningen. Vom Tal von Oberlenningen aus ist der Fels im dichten Waldmantel des Albtraufs nur schwer zu erkennen. Der Wanderweg Oberlenningen - Grabenstetten führt direkt am Fels vorbei. Jedoch ist der Fels auch vom Wanderweg aus nicht sehr gut ersichtlich. Deshalb sollte man ihn in der vegetationslosen Jahreszeit aufsuchen. Dann macht der Fels mehr Eindruck und wird nicht von Bäumen und Büschen weitgehend bedeckt.

Naturschutzgebiet Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern

Naturschutzgebiet Torfmoor Eingang
Felsen im Herbst

Das Obere Lenninger Tal mit seinen Seitentälern gehört mit einer Fläche von knapp 600 ha zu den größten Naturschutzgebieten im Regierungsbezirk Stuttgart.Kennzeichnend ist seine Vielgestaltigkeit: Laubwälder, Felsen, Heiden, Feuchtgebiete sowie eine große Zahl von Quellen und Höhlen bilden ein reichhaltiges Biotopmosaik. Der Erhalt dieser Lebensraumvielfalt mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in einem großen, zusammenhängenden Gebiet, ist der wesentliche Schutzzweck. Herausragend ist das Obere Lenninger Tal auch aufgrund seiner höhlenkundlichen Bedeutungen. Nur an wenigen Orten im Land finden sich so viele Quellen wie hier.

Naturschutzzentrum

Natursschutzzentrum

In Schopfloch befindet sich im ehemaligen Steinbruch Lauster an der Straße Richtung Ochsenwang das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Es wurde im Juli 1996 eröffnet, ist als gemeinnützige Stiftung organisiert und wird gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und dem Landkreis Esslingen getragen. Die Aufgaben des Naturschutzzentrums bestehen in der Information der Bevölkerung über Natur- und Umweltschutz, die Betreuung von Naturschutzgebieten, die Organisation der Landschaftspflege sowie die Koordinierung von Naturschutzaktivitäten.

Zur Information über Natur- und Umweltthemen werden naturkundliche Führungen, Vorträge, Seminare und Fachtagungen angeboten. Die Naturerziehung von Kindern und Schulklassen bildet dabei einen Arbeitsschwerpunkt des Zentrums. Im Naturschutzzentrum können eine Dauerausstellung über Landschaft und Lebensräume der Schwäbischen Alb sowie wechselnde Sonderausstellungen besichtigt werden. Für Kinder steht ein Spielraum zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenlos.

Anschrift:
Stiftung Naturschutzzentrum Schopflocher Alb
Vogelloch 1
73252 Lenningen-Schopfloch
E-Mail schreiben
07026 95012-0
07026 95012-10

Öffnungszeiten:
Sommerhalbjahr (01.05. - 16.10. des Jahres)
Dienstag bis Freitag: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Pfingstmontag geschlossen

Winterhalbjahr (17.10. - 30.04. des Jahres)
Dienstag bis Freitag 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag: Gruppen auf Anfrage Eintritt (freier Eintritt)

Nikolauskirche in Gutenberg

Nikolauskirche von innen
Nikolauskirche von außen

Die im Zentrum des Ortsteils Gutenberg stehende Nikolauskirche wurde 1865 erbaut.An ihrer Stelle stand bereits vorher eine „Kapelle St. Nikolaus“, welche 1437 erstmals erwähnt wurde. Sie wurde von 1999 bis 2005 vollständig renoviert. Begonnen wurde mit der Rundumerneuerung im Frühjahr 1999, abgeschlossen wurde sie im April 2005. Zunächst wurde die Außenfassade abgedichtet und abgestrahlt und dann der gesamte Dachstuhl ausgebessert sowie die Turmfassade erneuert. Die Innenrenovierung musste zunächst aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden, konnte dann in den Folgejahren dank tatkräftigem Einsatz vieler Helfer jedoch auch durchgeführt werden. Die Kirche erstrahlt nun in neuem Glanz und dank der neuen und helleren Farben im Inneren des Gotteshauses herrscht nun eine wesentlich freundlichere Atmosphäre.        

Wer die Kirche besichtigen möchte, kann sich im Pfarrhaus in der Donntalstraße 5 melden. Bitte wenn möglich telefonisch anmelden unter der 07026 3034.

Obst- und Waldlehrpfad Unterlenningen

Obst- und Gartenbautafel

Die Gemeinde Lenningen verfügt seit Oktober 2003 als einzige Gemeinde im Lautertal über einen Obst- und Waldlehrpfad. Dank dem tatkräftigen Einsatz des Obst- und Gartenbauvereins Unterlenningen konnte dieser Lehrpfad entstehen. In der Anlage eines Obst- und Waldlehrpfades sieht der Obst- und Gartenbauverein einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung des landwirtschaftlich prägenden Obstbaus in Lenningen. Der Weg beginnt in Unterlenningen auf der bestehenden Zufahrtsstraße in Richtung Sportgelände Bühl. Bereits unmittelbar nach dem Ortsende informiert eine Tafel über die Anlage des Obst- und Waldlehrpfades, der an der ehemaligen Hopfenburg beginnt und durch die Gewanne Weingartäcker, Hohe Reute und Bühl führt. Ein Gesamtbestand von über 100 Bäumen bildet ein breites Spektrum des heimischen Streuobstbaus des Waldes und Waldrandes ab. Ruhebänke entlang des Weges laden zum Verweilen ein. Aufgrund der besonderen ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen ist deren Pflege, Erhaltung und Neuanlage wünschenswert. Besonders wichtig ist die Pflege der Jungbäume. Dazu gehört der jährliche „Erziehungsschnitt“ dessen Folge ein stabiles Kronengerüst ist. Später reicht es, den Baum nach Bedarf auszuschneiden. Für viele bedrohte Vogelarten sind Streuobstwiesen letzte Rückzugsgebiete in unserer Kulturlandschaft. Obstbäume sind seit Jahrhunderten unverzichtbare Begleiter des Menschen. Streuobstwiesen prägen und beleben das Landschaftsbild. Gerade die Obstblüte im Frühjahr bietet einen sehr schönen Anblick. Als Streuobstbäume werden hochstämmige, robuste Obstbäume im Garten, am Orts- und Straßenrand und vor allem auf Wiesen bezeichnet. Ursprünglich war für den Streuobstanbau sicherlich der Beitrag zur Ernährung ausschlaggebend. Zwischen dem 8. und 15. Jahr setzen bei Hochstamm-Obstbäumen die Obsterträge ein. Jährlich können dann 100 bis 500 kg Früchte pro Baum geerntet werden.

Ein Großteil der Bevölkerung versorgte sich mit Frischobst oder verarbeitete die Ernte zu Fruchtsaft, Most oder Dörrobst. Typische Obstwiesen werden intensiv gepflegt und bewirtschaftet. Infolge einer langjährigen, ungestörten Entwicklung können sich Tier- und Pflanzenwelt in geradezu idealer Weise aufeinander einstellen. Ein Paradies für die Tierwelt ist entstanden. Streuobstwiesen zeichnen sich durch einen besonders hohen Tierartenreichtum aus. Die Obstbaumblüten sind reiche Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Durch den Insektenreichtum sind Obstwiesen wiederum für Insekten fressende Vögel und Fledermäuse bedeutsam. Unter den Obstbäumen locken faulende Früchte sowie Wiesenblumen unzählige Schmetterlinge, Fliegen, Wespen, Käfer und Vögel an. Von besonderer Bedeutung ist der Höhlenreichtum aller Obstwiesen. Hiervon profitieren auch zahlreiche Tiere: höhlenbrütende Vögel wie Käuzchen, Fledermäuse und Eichhörnchen.

Rauber

Burgruine Rauber
Burgruine Rauber

Auf einem Felssporn über dem Sattelbogen oberhalb von Unterlenningen mit schönem Blick ins Lautertal und zur Burg Teck liegt die Burgruine Rauber, die ab dem Wanderparkplatz Rauberwiese an der K 1253 (oberhalb der Ochsenwanger Steige kurz vor Ochsenwang rechts abzweigen) in ca. 20 Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Zuerst die Straße entlang bis zum Hof Diepoldsburg, dann weiter auf einem breiten Wanderweg.

Der Rauber war früher ein Teil der Burganlage Diepoldsburg zu der auch die an der Stelle des heutigen Gutes stehende zweite Burg gehörte. Die Herren von Diepoldsburg wurden Anfang des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich als Besitzer der gesamten Diepoldsburg erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde in den Urkunden erstmals zwischen der oberen Diepoldsburg und der unteren Diepoldsburg unterschieden, die Ende des 16. Jahrhunderts Rauber genannt wurde. Der Sitz gehörte Anfang des 16. Jahrhunderts den Speth von Sulzburg und wurde kurz darauf wohl verlassen und zerfiel. 1964/65 wurden die Umfassungsmauern restauriert.

Sankt Martinskirche in Oberlenningen

Die evangelische Martinskirche ist die älteste Kirche im Lenninger Tal und wohl eine Missionskirche, eine Filiale der Kirchheimer Martinskirche, deren fränkischer Ursprung feststehen dürfte. Ob mit der Kirchengründung der Ort entstanden ist, bleibt fraglich, da der Name Oberlenningen auf alemannische Gründer hinweist. Kirchengründung und Vorgängerbauten liegen im Dunkeln. Der Charakter der heutigen Kirche wird wesentlich durch die romanische Säulenbasilika des 11. Jahrhunderts bestimmt: die breite Säulenstellung und die schmucklosen Polsterkapitelle fallen aus der deutsch-romanischen Baukunst heraus. Das Kirchenschiff wurde im 14. Jahrhundert mit Fresken ausgemalt, die teilweise wieder freigelegt wurden. Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein spätgotischer Chor mit fünfgeschossigem Turm angebaut.

Nach oben Nach der Reformation wurden in die Seitenschiffe große Fenster eingebrochen, um für den evangelischen Predigtgottesdienst den Innenraum heller zu machen. In der Barockzeit erfolgte der Einbau der Orgel und einer einseitigen Empore, ein Rokoko-Orgelprospekt kam später hinzu. Außen an der Kirche erinnert eine Tafel an den Oberlenninger Pfarrer Julius von Jan, der am Bußtag 1938 in seiner Predigt über das Prophetenwort "O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort" die Reichspogromnacht verurteilte und dafür ins Gefängnis kam.

Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertags

Martinskirche
Martinskirche im Winter

Schlössle mit Hausmuseum

Das Ortsbild von Oberlenningen wird wesentlich geprägt vom "Schlössle", das sich auf einer Anhöhe oberhalb der Lauter über dem alten Ortskern erhebt. Das Gebäude wurde im Jahr 1983 von der Gemeinde Lenningen erworben, um es als historisches Gebäude und Kulturdenkmal zu erhalten.

Details über das Schlössle finden Sie hier.

Schlössle
Schlössle
Hausmuseum im Schlössle
Hausmuseum im Schlössle

Schopflocher Alb

Im Südosten des Landkreises Esslingen liegt malerisch eingebettet zwischen den Tälern von Lindach und Lauter die Schopflocher Alb. Sie ist ein halbinselartiger Ausläufer des Albtraufs im Bereich der Kirchheimer Alb. Über den Sattelbogen steht die Schopflocher Berghalbinsel mit dem Teckberg in Verbindung. Ihre Hochfläche zeigt das abwechslungsreiche Relief eines durch Kuppen und Trockentäler geprägten Hügellandes. Eine landschaftliche Besonderheit stellen die beiden Naturschutzgebiete "Randecker Maar" und "Schopflocher Torfmoor" dar, die auf vulkanische Ereignisse vor 16 - 20 Mio. Jahren im Zeitalter des Miozän zurückgehen. Die Schopflocher Alb ist reich an herrlichen Ausblicken in Albvorland, Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Burgen und Ruinen, Felsen und Höhlen, Schafweiden und Blumenwiesen in bäuerlicher Kulturlandschaft verbunden durch ein Netz von Wegen laden zum Wandern und Naturerleben ein.

Steinbruch am Naturschutzzentrum
Torfmoor Eingang

Schopflocher Torfmoor

Eine landschaftliche Besonderheit im Karstgebiet der Schwäbischen Alb stellt das Schopflocher Moor dar. Seine Entstehung verdankt das Schopflocher Moor einer wasserstauenden Tonschicht, welche durch Verwitterung des Basalttuffes eines Vulkanschlotes entstand. Sie verhinderte die Versickerung des Oberflächenwassers in das klüftige Kalkgestein. Der an dieser Stelle ursprüngliche vorhandene Maarsee ist im Laufe der Zeit verlandet. Begünstigt durch die hohen Niederschläge am Albtrauf konnte sich hier das einzige größere Hochmoor der Schwäbischen Alb entwickeln. Nach oben Von Ende des 18. Jahrhunderts an bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Schopflocher Moor Torf abgebaut. Diese Eingriffe, verbunden mit einer großflächigen Entwässerung, führten schließlich zum Ruin dieses einzigartigen Kleinods. 1931 gelang es dem Schwäbischen Albverein mit staatlicher Unterstützung die letzten verbleibenden Torfhügel zu erwerben.Damit wurde die Keimzelle für das bereits 1942 ausgewiesene Naturschutzgebiet geschaffen.

1983 wurde das Naturschutzgebiet auf 50 Hektar erweitert. Trotz der Unterschutzstellung ging der Bestand moortypischer Tier- und Pflanzenarten zurück. Die noch zahlreichen vorhandenen Gräben begünstigen bis heute die Entwässerung und Austrocknung des Moores. Die Mineralisierung des Torfes ermöglicht die Ausbreitung von Pflanzenarten, welche die Moorflora zunehmend verdrängt. An Stelle der Hochmoorvegetation sind vielerorts Hochstaudenbestände, Schilfröhrichte oder Weidengebüsche getreten. Die trockengelegten Flächen wurden früher landwirtschaftlich genutzt. Da die Wiesen erst im Spätsommer oder Herbst gemäht werden konnten, diente das Heu vorwiegend zur Stalleinstreu. Auf diesen spätgemähten, sog. Streuwiesen, entwickelte sich eine besonders artenreiche Pflanzenwelt. Die Landwirtschaft hat die Bewirtschaftung längst aufgegeben. Heute werden diese Wiesen im Auftrag des Naturschutzes gemäht, um die Standorte seltener Pflanzenarten zu erhalten. Noch finden sich im Schopflocher Moor kleinflächig Restbestände einer typischen Moorflora. Ihr zukünftiges Vorkommen wird aber davon abhängig, ob es gelingen wird, die Bedingungen für das Moor insgesamt wieder zu verbessern.Der zum Schutz der empfindlichen Vegetation angelegte Schwellenweg durch das Moor ermöglicht dem Besucher, das Moor und seine Fauna und Flora kennenzulernen. 

Teich im Toorfmoor
Weg durch das Torfmoor

Sperberseck

Sperberseck
Sperberseck

Im hinteren Donntal bei Gutenberg liegt oberhalb des Tales, knapp unterhalb des Albtraufs recht abgeschieden die Ruine der Burg Sperberseck. Sie liegt auf einem nach Norden vorstoßenden, nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn. Gut, allerdings steil, zu erreichen ist sie vom Wanderweg Donntal.
Die Burg Sperberseck wurde bereits um das Jahr 1090 gegründet. Berthold von Sulmetingen-Böhringen-Sperberseck, ließ die Höhenburg oberhalb des Donntales damals bauen und wählte als Burgnamen – wie es im Lenninger Tal zu dieser Zeit wohl üblich war – einen Vogel, den Sperber. Anfang des 1500. Jahrhunderts wurde die Burg als Wohnsitz aufgegeben und um 1515 im Bauernkrieg zerstört. Die nächsten Jahrhunderte zerfiel die Ruine immer weiter, bis sie im Jahr 1978 durch die Forstdirektion Stuttgart und das Staatliche Forstamt Kirchheim gesichert und so vor dem endgültigen Verfall gerettet wurde. Von der einstigen Burganlage sind heute noch die Schildmauer, geringe Rest vom Wall mit Graben, Steine einzelner Mauerfundamente und das ca. 300 m südöstlich liegende „Burgbrünnele“ erhalten. Das Gelände der Burgruine Sperberseck befindet sich heute innerhalb der Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Insofern wird sich der Wald um die Burgruine zunehmend in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wieder zum Urwald entwickeln. Der Zugang zur Burgruine ist jedoch sichergestellt. Unterhalb der Burgruine Sperberseck am Hang liegt die „Mondmilchhöhle“. Von der namensgebenden „Mondmilch“ ist dort nur noch wenig zu bewundern. Diese weislichen Kalkablagerungen sind sehr empfindliche Calcitkristalle, die man deshalb nicht berühren sollte. Der Pfad dorthin gehört zu den Wegen, die vom Regierungspräsidium Tübingen in der Allgemeinverfügung zu den Wegen in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb nicht mehr zugelassen wurde.

Sulzburg

Die Ruine Sulzburg liegt auf einem Vulkanembryo über dem Lautertal bei Unterlenningen, von wo aus sie in etwa einer Viertelstunde bequem ereicht werden kann. Von hier geht der Blick hinunter ins Lenninger Tal. Seit dem 14. Jahrhundert erscheint die Sulzburg in Urkunden. Die ersten bekannten Besitzer waren die Herren von Neidlingen. Ab ca. 1395 war die Sulzburg württembergisches Lehen eines Zweigs der Herren von Speth, der sich Speth von Sulzburg nannte. Während des 30-jährigen Kriegs wurde die Burg von kaiserlichen Truppen besetzt und zerstört, doch später wieder aufgebaut. Nachdem die Speth ausgestorben waren, erhielt 1650 Philipp Ludwig von Cannstatt die Sulzburg als Lehen. Dessen Töchter verkauften die Anlage 1692 an die Herzoginmutter Magdalena Sibylle, die in Kirchheim residierende Witwe Herzog Wilhelm Ludwigs. Bis gegen 1700 wohnte ein alter Burgvogt oben auf der Sulzburg, dann wurde das seit langem baufällige Gemäuer unbewohnbar. 1966/67 wurde die Ruine gesichert und teilweise wiederaufgebaut.

Burgruine Sulzburg
Burgruine Sulzburg
Rekonstruktionsversuch (Quelle Dieter Graf Stuttgart 1994)
Rekonstruktionsversuch (Quelle Dieter Graf Stuttgart 1994)

Ursprung der Weißen Lauter

Ursprung weiße Lauter

Die Lenninger Lauter entsteht durch den Zusammenfluss ihrer beiden Zuflüsse Schwarze und Weiße Lauter. Diese Zuflüsse wiederum werden von zahlreichen, teilweise sehr interessanten Quellen gespeist. Die Hauptquelle der Weißen Lauter liegt in Gutenberg. Diese Quelle befindet sich östlich des Orts am Fuße der Kesselwand und liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern. Die Quelle ist auch als Geotop ausgewiesen. Das Wasser entspringt an der Schichtgrenze zwischen dem Weißen Jura beta (wasserdurchlässige Kalke) und dem Weißen Jura alpha (wasserundurchlässige Kalkmergel).

Man kann den Ursprung der Weißen Lauter auf einer kleinen Wanderung von rund 2 km vom Parkplatz am Ortsanfang von Gutenberg aus Richtung Oberlenningen aus erreichen. Vom Parkplatz geht es zunächst durch Gutenberg hindurch. Man folgt der Lindenstraße und biegt nach rechts in die Hauptstraße ab. Nach wenigen Metern geht es geradeaus weiter durch die Obere Mühlstraße. Die Weiße Lauter fließt unter den ehemaligen Fabrikgebäuden hindurch. Am Ende der Oberen Mühlstraße biegt man entsprechend der Wanderwegbeschilderung nach rechts ab zum Waldrand und geht dann nach links talaufwärts bis zur Quelle der Weißen Lauter. Man kann die Wanderung auch fortsetzen und auf steilem Weg hinaufsteigen unter der Kesselwand hindurch zur Albhochfläche. Ansonsten geht es auf demselben Weg wieder zurück.

Wielandstein

Burgruine Wielandstein
Burgruine Wielandstein
Burgruine Wielandstein
Burgruine Wielandstein
Rekonstruktionszeichnung
Copyright Wolfgang Braun
 

 

Die Burg Wielandstein steht zwei Kilometer südöstlich von Oberlenningen auf einer Felsnadel über dem Tobeltal. Ab Oberlenningen (Parken beim Sportplatz möglich) steigt man auf schattigem Wanderweg, markiert mit einer roten Raute, in ca. 45 Min. hinauf.

Die Urkunden nennen als erste Bewohner seit 1240 die Herren von Wielandstein, ritterliche Dienstmannen der Herzöge von Teck, die die Burg jedoch bereits um 1330 aufgaben. Schon damals bestand die Anlage aus drei hintereinander liegenden Burgen. Die Württemberger Grafen gelangten 1386 in den Besitz der Burg, die 1478 der Adelsfamilie Schilling als freies Eigentum übergeben wurde. Bereits zu jener Zeit waren die beiden westlichen Teile nicht mehr bewohnbar, auch der Rest zerfiel langsam. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg vollends verwüstet und gelangte 1553 in den Besitz der Gemeinde Oberlenningen, die das zerfallene Gemäuer als Steinbruch benützte. 1976-79 wurden die Reste von der Gemeinde Lenningen mit Hilfe der örtlichen Vereine freigelegt und gesichert.

 

Artikel vom 15.01.2015
Felsabgang am Wielandstein

Ein größerer Felsabgang ereignete sich am Mittwoch, 7.1.2015 am Wielandstein bei Oberlenningen. Er rutschte nicht nur ein beträchtlicher Teil des imposanten Felsens in die Tiefe, sondern riss auch rund einen halben Hektar Gemeindewald  mit sich. Das Gebiet wurde großräumig abgesperrt.

Die Ruine Wielandsstein ist damit vorübergehend nicht mehr zugänglich. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gebiet rund um den Wielandsstein für Besucher gesperrt. Die Ruine ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Rund ein Drittel des Felsens war in Richtung Tobeltal abgegangen. Beträchtliche Felsbrocken fielen in Richtung des Ruinenwegs. Waldbesucher befanden sich zum Zeitpunkt des Felsabbruchs nicht vor Ort, so dass das Naturschauspiel glimpflich abgegangen ist. Mit in die Tiefe gerissen wurde auch das Gipfelkreuz sowie die Felsnase eines Kletterfelsens.
Das Gebiet bleibt mindestens so lange gesperrt, bis absehbar ist, ob weitere Felsabgänge zu erwarten sind und ob der Zustand von Wegen und Kletterfelsen verkehrssicher ist.

In der Vergangenheit waren immer wieder kleinere Abbrüche in dem stark zerklüfteten Gestein zu beobachten. Die starken Niederschläge in Verbindung mit den zahlreichen Frostwechseltagen um Null Grad Celsius, leisteten dieser Entwicklung Vorschub. Dabei  dringt Wasser in den porösen Kalkstein ein. Bei Frost dehnt sich das Wasser um neun Prozent  aus,  drückt gegen das Gestein, und vergrößert nach und nach Risse und Spalten, bis es schließlich zu kleineren oder größeren Felsabbrüchen kommt.