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Lenningen
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Eine reizvolle Landschaft erwartet den Besucher in der Gemeinde Lenningen: Tropfsteinhöhlen, Kletter- und Aussichtsfelsen, Burgruinen, eine Vielzahl gut markierter Wanderwege und ein Torfmoor. Aber auch reich an Baudenkmälern sind die 7 Ortsteile der Gemeinde.

Nicht's wie hin...z.B. mit der Bahn (Elektronische Fahrplanauskunft)



Burgruinen


Rauber
Auf einem Felsbrocken über dem Sattelbogen bei Lenningen-Brucken mit schönem Blick ins Lautertal und zur Burg Teck liegt die Burgruine Rauber, die ab dem Wanderparkplatz Rauberwiese an der K 1253 (oberhalb der Ochsenwanger Steige kurz vor Ochsenwang rechts abzweigen) in ca. 20. Minuten zu Fuß erreicht werden kann, zuerst der Straße
entlang bis zum Hof Diepoldsburg, dann weiter auf einem breiten Wanderweg.
Der Rauber war früher ein Teil der Burganlage Diepoldsburg zu der auch die an der Stelle des heutigen Gutes stehende zweite Burg gehörte. Die Herren von Diepoldsburg wurden Anfang des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich als Besitzer der gesamten Diepoldsburg erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde in den Urkunden erstmals zwischen der oberen Diepoldsburg und der unteren Diepoldsburg unterschieden, die Ende des 16. Jahrhunderts Rauber genannt wurde. Der Sitz gehörte Anfang des 16. Jahrhunderts den Speth von Sulzburg und wurde kurz darauf wohl verlassen und zerfiel. 1964/65 wurden die Umfassungsmauern restauriert.

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Sperberseck
Die Burgruine liegt hoch über dem Donntal und ist zu Fuß erreichbar in jeweils ca. 45 Min. ab dem Parkplatz an der B 465 vor Gutenberg, aus Richtung Oberlenningen kommend, oder ab dem Wanderparkplatz an der B 465, Abzweigung Richtung Römerstein.
Erbaut wurde die Anlage im 12. Jahrhundert (vor 1140) von den Herren von Sperberseck, die zuerst in zähringischen, später in teckschen und dann in württembergischen Diensten waren. Die Burg wurde Anfang des 15. Jahrhunderts als Wohnsitz aufgegeben und verfiel. Heute sind von der Burganlage noch teilweise die Grund- und Schildmauern erhalten.




Sulzburg
Die Ruine Sulzburg liegt auf einem Vulkanembryo über dem Lautertal bei Unterlenningen, von wo aus sie in etwa einer Viertelstunde bequem ereicht werden kann. Von hier geht der Blick hinunter ins Lenninger Tal. Seit dem 14. Jahrhundert erscheint die Sulzburg in Urkunden. Die ersten bekannten Besitzer waren die Herren von Neidlingen. Ab ca. 1395 war die Sulzburg württembergisches Lehen eines Zweigs der Herren von Speth, der sich Speth von Sulzburg nannte.




Rekonstruktionsversuch (Quelle Dieter Graf Stuttgart 1994)
Während des 30-jährigen Kriegs wurde die Burg von kaiserlichen Truppen besetzt und zerstört, doch später wieder aufgebaut. Nachdem die Speth ausgestorben waren, erhielt 1650 Philipp Ludwig von Cannstatt die Sulzburg als Lehen. Dessen Töchter verkauften die Anlage 1692 an die Herzoginmutter Magdalena Sibylle, die in Kirchheim residierende Witwe Herzog Wilhelm Ludwigs. Bis gegen 1700 wohnte ein alter Burgvogt oben, dann wurde das seit langem baufällige Gemäuer unbewohnbar. 1966/67 wurde die Ruine gesichert und teilweise wiederaufgebaut.



Wielandstein
Die Burg Wielandstein steht zwei Kilometer südöstlich von Oberlenningen auf einer Felsnadel über dem Tobeltal. Ab Oberlenningen (parken beim Sportplatz) steigt man auf schattigem Wanderweg, markiert mit einer roten Raute, in ca. 45 Min. hinauf.
Die Urkunden nennen als erste Bewohner seit 1240 die Herren von Wielandstein, ritterliche Dienstmannen der Herzöge von Teck, die die Burg jedoch bereits um 1330 aufgaben. Schon damals bestand die Anlage aus drei hintereinanderliegenden Burgen. Die Württemberger Grafen gelangten 1386 in den Besitz der Burg, die 1478 der Adelsfamilie Schilling als freies Eigentum übergeben wurde. Bereits zu jener Zeit waren die beiden westlichen Teile nicht mehr bewohnbar, auch der Rest zerfiel langsam. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg vollends verwüstet und gelangte 1553 in den Besitz der Gemeinde Oberlenningen, die das zerfallene Gemäuer als Steinbruch benützte. 1976-79 wurden die Reste von der Gemeinde Lenningen mit Hilfe der örtlichen Vereine freigelegt und gesichert.



Goldloch in Schlattstall


An romantischer Lage im Ortsteil Schlattstall entspringt am "Goldloch", einer wasserführenden Höhle, die Schwarze Lauter. Sie ist eine von mehreren Quellen in Schlattstall. Der Wasserstand dieser Quellen schwankt bedingt durch ihre Eigenschaft als Karstquellen stark. Mehrere Sagen ranken sich um diesen Ort. So sollen riesige Vögel einen Goldschatz im Goldloch bewacht haben.

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Gustav-Jakob-Höhle


Carmen Rausche, Grabenstetten

Die Gustav – Jakob – Höhle liegt auf der Markungsgrenze zu Erkenbrechtsweiler und ist von dort von der Burgruine Hofen über sehr schmale Waldpfade zu erreichen.

Sie stellt die längste natürliche Durchgangshöhle der Schwäbischen Alb dar, Sie durchbricht den Burgberg der Ruine Hofen ca. 500m östlich von Grabenstetten. Den Südeingang erreicht man sehr einfach, indem man direkt an der Hangkante über eine Felsstufe absteigt. Außerdem kann man diese Höhle über einen Pfad, der 50m südwestlich am äußersten Wallrest steil den Felsen hinab geht, erreichen. Die Höhle hat auf der Nordseite 13m unter der Hangkante einen zweiten Eingang, welcher jedoch von oben sehr schwer zu erreichen ist. Das Befahren der Höhle selbst ist ungefährlicher als die Wege zur Höhle. Da diese am Steilhang zur Höhle führen, können sie schon bei feuchtem Wetter gefährlich rutschig sein.

Bei entsprechender Vorsicht kann die Höhle von Kindern mit erwachsener Begleitung besucht werden. Die Höhle ist zum Schutz der Fledermäuse während ihres Winterschlafs von 15. November bis 15. April geschlossen.

1936 wurde die Höhle offiziell von Gustav Fetzer und Jakob Kazmeier entdeckt und erhielt durch sie später den Namen Gustav-Jakob-Höhle. In dieser Zeit wurden die engsten Stellen der Höhle künstlich erweitert.

Mit ihrer Gesamtlänge von 427 m und einem Höhenunterschied von 32 m, ist sie die längste Höhle des Lenninger Tals.

Der Höhlengang der „Gustl“, die kein Wasser führt, ist mit Ausnahme der Hallen eng und in einigen Passagen so niedrig, dass nur mit Kriechen (=Schlufen) ein Weiterkommen möglich ist.

Raumbeschreibung der Höhle

Beschreibung des Hauptgangs

Am Südeingang der Gustav – Jakobs – Höhle findet man eine geräumige Nische, die vor allem durch Frostverwitterung entstanden ist. Der Haupteingang öffnet sich entlang einer Kluft, direkt hinter einem Nischenende. Nach ca. 10m erhöht sich dieser Gang zu so genannten „Hohen Kluft“, in deren unterem Teil man zum „Parisanengitter“ kommt, welches ein altes unverschlossenes Eisengitter darstellt. Folgt man dem dahinter fortlaufenden Gang, so findet man dort einen geräumigen Schichtfugengang mit Kastenprofil und glitschigem Untergrund. Am Ende dieses Schichtfugenganges wird der Gang durch eine Kluft spaltenartig und biegt nun rechts ab. Man erreicht nach wenigen Metern eine kleine Erweiterung mit einer Bodensinterstufe, welche künstlich erweitert wurde und als „Touristenpforte“ benannt wird.

An dieser „Touristenpforte“ teilt sich der Gang. Steigt man ca. 3m geradeaus auf, so gelangt man in die „Große Lehmschluf“, welche ein weiteres Durchdringen der Höhle unmöglich macht. Folgt man dem Hauptgang, so kommt man nach ca. 6m an die „Touristenquetsche“, welche künstlich erweitert wurde. 7m dahinter findet man links einen massigen Stalagmiten, hinter dem sich der Gang auf einer Kluft zum „Fledermausgang“ erweitert. Dieser schmale und hohe Gang verändert sich nach 8m zu einem elliptischen Röhrenprofil mit einer horizontalen Erweiterung durch eine Fuge. Am Ende dieses Abschnittes muss man durch einen künstlichen Durchlass krabbeln, damit man die „Halle I“ erreicht.

Diese Halle stellt einen runden, stark versinterten Schlotraum dar. Geht man den Hauptgang weiter, so durchquert man den „Nagelschluf“, welcher anfangs kluftfugengebunden ist und anschließend schichtfugengebunden wird.

Nach einer kurzen Kluftstrecke findet man am Boden eine Rinne, danach beginnt ein Krabbelgang mit schichtfugengebundenem Pilzprofil. Dieses Profil verändert sich schließlich von einer Ellipse zu einer Röhre, an deren feinen Querklüften man Reihen kleiner Sinterröhrchen findet.

Der Hauptgang setzt sich in Richtung Norden fort und wenig später folgt eine winkelige, etwas flacher werdende Kluftstrecke. Man findet dort eine makkaronibesetzte Decke vor. Links, auf einer kreuzenden Querkluft, findet man große Sinterbecken, welche bei Schneeschmelze stark mit Wasser gefüllt sind.

Geht man in nördlicher Richtung weiter, verengt sich der Hauptgang zu einen rechteckigen Schluf, der breiter und höher wird und anschließend zum Nordeingang führt, der auf einer kleinen Felsterasse sitzt.   

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Carmen Rausche, Grabenstetten


Die Gutenberger Höhlen haben geschlossen.


Ab dem 02.11.2009 ist die Höhle zum Winterschlaf der Fledermäuse geschlossen.


Bären, Murmeltiere, Fledermäuse haben eines gemeinsam, um das sie mancher Mensch beneidet: Sie halten Winterschlaf. Jetzt ist es bald wieder so weit. Die Zeichen stehen auf Winter. Das spüren Mensch und Tier. Die Fledermäuse ziehen sich jetzt wieder in Ihre Winterquartiere zurück. Deshalb haben die Gutenberger Höhlen ab dem 2. November 2009 bis zum 30. April 2010 geschlossen. Das Schließen von Höhlen und Stollen über die Winterzeit - den Winterquartieren der Fledermäuse- hat sich für die Tiere bezahlt gemacht, denn die Population  der Tiere hat dadurch zu- und nicht abgenommen.

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Gutenberger Höhlen


Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die am Ende des Tiefentals in Gutenberg hoch über dem Ort liegende Gutenberger Höhle sowie die Gußmannshöhle. Die Höhlen sind entweder von Gutenberg über den Wanderweg vom Tiefental oder von oben her vom "Höhlenparkplatz", dem Parkplatz an der Kreisstraße von Schopfloch Richtung Krebsstein, erreichbar.

Die Gutenberger Höhle ist eine Karsthöhle mit sehr schönem Tropfsteinschmuck. Sie hat eine Gesamtlänge von rund 200 m und besteht aus insgesamt sieben Hallen. Der 17 m lange Vorplatz der Gutenberger Höhle war als "Heppenloch" schon lange bekannt. Die Höhle selbst wurde 1889/90 bei Grabungen durch den Schwäbischen Höhlenverein entdeckt.
Die Entstehung verdankt die Höhle dem Schopflocher Moor (Torfmoor). Die Funde aus den Gutenberger Höhlen sind heute größtenteils im Heimatmuseum in Kirchheim und im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart ausgestellt.

Wenn im Frühjahr die Fledermäuse ihren Winterschlaf beendet haben beginnt am 1.Mai die Saison für die Gutenberger Höhlen wieder.Auf sicheren Wegen und unter fachkundiger Führung wird dem Besucher der  Einblick in geheimnisvolle Tiefen ermöglicht.Einzigartige Tropfsteinformen verwandeln die wundersame Dunkelheit in eine mystische Märchen- und Sagenwelt.Höhlen üben seit jeher einen besondere Faszination auf die Menschen aus und sind deshalb ein besonderer Anziehungspunkt für viele Wanderer, Ausflügler und Schulklassen.Besuchen sie die Höhlen doch auch einmal wieder, denn Höhlen sind mehr als dunkle Hohlräume, sie haben Geschichte und sie bewahren Geschichte.Führungen durch die Gutenberger Höhle finden samstags von 13 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 17. Uhr statt. Gruppenführungen sind nach telefonischer Voranmeldung auch unter der Woche möglich. In den Sommerferien finden mittwochnachmittags Führungen von 13 bis 16 Uhr statt. Ansprechpartner dafür ist die Ortschaftsverwaltung Gutenberg Tel.07026 7822.Bei durchgehend schlechtem Wetter bleibt die Höhle geschlossen.

Seit Montag 15.09.hat es sich eine Fledermaus in der Gutenberger Höhle in der Teilungshalle an diesem grossen Felsblock an der Decke gemütlich gemacht. Auch durch die Führungen lässt sie sich nicht stören. Ganz im Gegenteil sie ist der Star.  

Die Gußmannshöhle, nur rund 100 m neben der Gutenberger Höhle gelegen, wurde im Jahr 1890 ebenfalls von Pfarrer Karl Gußmann entdeckt. Sie ist 55 m lang und besteht aus 4 Hallen. 

Die Gussmannshöhle steht seit Saisonbeginn am 1.Mai 2008 nach aufwendigen Fels-Sicherungsarbeiten im Eingangsbereich auch wieder für Führungen offen und kann besichtigt werden.

Führungen durch die Gutenberger Höhle sowie die Gußmannshöhle finden von Mai bis Mitte Oktober von 13.00 bis 17.00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10.00 bis 17.00 Uhr statt.
Gruppenführungen sind nach telefonischer Voranmeldung auch unter der Woche möglich.
Ansprechspartner dafür ist die Ortschaftsverwaltung in Gutenberg.

Zum Schutz der Fledermäuse sind die Höhlen von Ende Oktober bis Ende April geschlossen!

ÖFFNUNGSZEITEN:
Mai bis Oktober
(von Nov. bis April wegen Fledermausschutz g e s c h l o s s e n)

Samstags:                       13.00 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertags:     10.00 - 17.00 Uhr

AUSKUNFT: Ortschaftsverwaltung Gutenberg, Telefon 07026/7822.
Mo.-Fr. 9.00 - 12.00 Uhr, Mo. 15.00 - 18.00 Uhr.

Zum Schutz der Fledermäuse bleiben die Höhlen von Anfang November bis Ende April geschlossen!

Ab dem 02.11.2007 ist die Höhle zum Winterschlaf der Fledermäuse dann geschlossen.
Bären, Murmeltiere, Fledermäuse haben eines gemeinsam, um das sie mancher Mensch beneidet: Sie halten Winterschlaf. Jetzt ist es bald wieder so weit. Die Zeichen stehen auf Winter. Das spüren Mensch und Tier. Die Fledermäuse ziehen sich jetzt wieder in Ihre Winterquartiere zurück. Deshalb haben die Gutenberger Höhlen ab dem 2.November 2007 bis zum 30. April 2008 geschlossen. Das Schließen von Höhlen und Stollen über die Winterzeit - den Winterquartieren der Fledermäuse- hat sich für die Tiere bezahlt gemacht, denn die Population  der Tiere hat dadurch zu- und nicht abgenommen.

EINTRITTSPREISE (für beide Höhlen):

Erwachsene Einzelpersonen                 

 2,50 EUR

Kinder (von 4 bis 16 Jahre)            

 1,50 EUR

Gruppen (ab 15 Personen)               

 2,30 EUR

Schulklassen (über 15 Pers.)               

  1,30 EUR

Pauschal für Gruppen unter der Woche, Gruppen unter 15 Personen:

Kinder                                                          20,00 EUR
Erwachsene  30,00 EUR

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Martinskirche in Oberlenningen

Die Sankt Martinskirche in Oberlenningen

Die evangelische Martinskirche ist die älteste Kirche im Lenninger Tal und wohl eine Missionskirche, eine Filiale der Kirchheimer Martinskirche, deren fränkischer Ursprung feststehen dürfte. Ob mit der Kirchengründung der Ort entstanden ist, bleibt fraglich, da der Name Oberlenningen auf alemannische Gründer hinweist.
Kirchengründung und Vorgängerbauten liegen im Dunkeln. Der Charakter der heutigen Kirche wird wesentlich durch die romanische Säulenbasilika des 11. Jahrhunderts bestimmt: die breite Säulenstellung und die schmucklosen Polsterkapitelle fallen aus der deutsch-romanischen Baukunst heraus. Das Kirchenschiff wurde im 14. Jahrhundert mit Fresken ausgemalt, die teilweise wieder freigelegt wurden. Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein spätgotischer Chor mit fünfgeschossigem Turm angebaut.    

   

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Nach der Reformation wurden in die Seitenschiffe große Fenster eingebrochen, um für den evangelischen Predigtgottesdienst den Innenraum heller zu machen. In der Barockzeit erfolgte der Einbau der Orgel und einer einseitigen Empore, ein Rokoko-Orgelprospekt kam später hinzu.
Außen an der Kirche erinnert eine Tafel an den Oberlenninger Pfarrer Julius von Jan, der am Bußtag 1938 in seiner Predigt über das Prophetenwort "O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort" die Reichsprogrammnacht verurteilte und dafür ins Gefängnis kam.

Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertags



Museum für Papier- und Buchkunst


Das Museum für Papier- und Buchkunst im Schlössle

Die historische Bausubstanz des alten Lenninger Ortsadelssitzes, des Schlössles in Oberlenningen ist ein geradezu idealer Rahmen für das im 2. Stock untergebrachte "Museum für Papier- und Buchkunst". Dieses ist in seiner Einmaligkeit inzwischen zu einem Anziehungspunkt vieler Interessentinnen und Interessenten aus dem In- und Ausland geworden.
"Bücher, die man nicht lesen und Papier, das man nicht beschreiben kann" bilden diese Ausstellung. Thema der neuen Kultureinrichtung ist die künstlerische Bearbeitung von Papier und Papierprodukten. Es werden die Werke von Künstlern ausgestellt, die sich mit der Materie Buch und Papier auseinandersetzen. Die Museumskonzeption wurde von der Papierfabrik Scheufelen in Oberlenningen besorgt und die Exponate wurden der Gemeinde als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Anlass dafür war die 100-jährige Wiederkehr der Erfindung des Kunstdruckpapiers 1892 durch den Papierfabrikanten Adolf Scheufelen in Oberlenningen.

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Auf 200 m² befindet sich ein Museum, bei dem auch die Grenzbereiche künstlerischen Schaffens und Experimente nicht ausgespart bleiben. Dabei werden vor allem die Arbeiten deutscher und wenig bekannter Künstler ausgestellt. Ziel des Museums ist es, mehr Verständnis für den künstlerischen Umgang mit dem Material Papier zu wecken.

Öffnungszeiten:
Samstag 10.00 - 12.00 Uhr,
Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr.

Eintritt:
Erwachsene: 2,00 Euro
Studenten/Rentner: 1,00 Euro
Schüler: 0,50 Euro

Unser erfahrenes Personal führt Sie auch gerne an Ihrem Wunschtermin durch das Museum. Vereinbaren Sie einfach einen Termin.
Birgit Dieterich organisert gerne eine Führung für Sie.
Rufen Sie einfach an. Telefon 07026/609-14.

Eintritt Gruppenführung:
Bis 15 Personen 30,00 €uro - über 15 Personen 2,00 Euro pro Person (jeweils Eintritt und Führung).

            


Neu
Wechselausstellung - Eine Installation von Hannelore Weitbrecht

Neu
Rauminstallation vom 21. März bis 29. August 2010  
Vernissage: Sonntag, 21.03.2010 / 11.00 Uhr



Naturschutzgebiet Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern


Das Obere Lenninger Tal mit seinen Seitentälern gehört mit einer Fläche von knapp 600 ha zu den größten Naturschutzgebieten im Regierungsbezirk Stuttgart.
Kennzeichnend ist seine Vielgestaltigkeit: Laubwälder, Felsen, Heiden, Feuchtgebiete sowie eine große Zahl von Quellen und Höhlen bilden ein reichhaltiges Biotopmosaik. Der Erhalt dieser Lebensraumvielfalt mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in einem großen, zusammenhängenden Gebiet, ist der wesentliche Schutzzweck. Herausragend ist das Obere Lenninger Tal auch aufgrund seiner höhlenkundlichen Bedeutungen. Nur an wenigen Orten im Land finden sich so viele Quellen wie hier.

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Naturschutzzentrum

In Schopfloch befindet sich im ehemaligen Steinbruch Lauster an der Straße Richtung Ochsenwang das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Es wurde im Juli 1996 eröffnet, ist als gemeinnützige Stiftung organisiert und wird gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und dem Landkreis Esslingen getragen. Die Aufgaben des Naturschutzzentrums bestehen in der Information der Bevölkerung über Natur- und Umweltschutz, die Betreuung von Naturschutzgebieten, die Organisation der Landschaftspflege sowie die Koordinierung von Naturschutzaktivitäten.
Zur Information über Natur- und Umweltthemen werden naturkundliche Führungen, Vorträge, Seminare und Fachtagungen angeboten. Die Naturerziehung von Kindern und Schulklassen bildet dabei einen Arbeitsschwerpunkt des Zentrums.
Im Naturschutzzentrum können eine Dauerausstellung über Landschaft und Lebensräume der Schwäbischen Alb sowie wechselnde Sonderausstellungen besichtigt werden. Für Kinder steht ein Spielraum zur Verfügung.
Der Eintritt ist kostenlos.

Öffnungszeiten:

Sommerhalbjahr

(15.04 - 14.10)

 

Di. - Fr. 14.00 - 17.00 Uhr

 

Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr

Winterhalbjahr

(15.10 - 14.04)

 

Di. - Fr. 14.00 - 17.00 Uhr

 

jeweils 1. Sonntag im Monat 11.00 - 17.00 Uhr

Eintritt

(freier Eintritt)

Kontakt:

E-Mail

info@naturschutzzentrum-schopfloch.de

Telefon

07026/95012-0

Fax

07026/95012-10

 

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Weitere Informationen:
http://www.naturschutzzentren-bw.de/servlet/PB/menu/1109721/index.html

www.biosphaerengebiet-alb.de



Nikolauskirche in Gutenberg

Die im Zentrum des Ortsteils Gutenberg stehende Nikolauskirche wurde 1865 erbaut.
An ihrer Stelle stand bereits vorher eine „Kapelle St. Nikolaus“, welche 1437 erstmals erwähnt wurde.
Dieser Tage erst wurde die Nikolauskirche vollständig renoviert. Begonnen wurde mit der Rundumerneuerung im Frühjahr 1999, abgeschlossen wurde sie im April 2005. Zunächst wurde die Außenfassade abgedichtet und abgestrahlt und dann der gesamte Dachstuhl ausgebessert sowie die Turmfassade erneuert.Die Innenrenovierung musste zunächst aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden, konnte dann in den Folgejahren dank tatkräftigem Einsatz vieler Helfer jedoch auch durchgeführt werden.
Die Kirche erstrahlt nun in neuem Glanz und dank der neuen und helleren Farben im Inneren des Gotteshauses herrscht nun eine wesentlich freundlichere Atmosphäre.

       

Wer die Kirche besichtigen möchte, kann sich im Pfarrhaus in der Donntalstr. 5 melden. Bitte wenn möglich telefonisch anmelden unter Telefonnummer 07026/3034. 

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Obst- und Waldlehrpfad Unterlenningen


Die Gemeinde Lenningen verfügt seit Oktober 2003 als einzige Gemeinde im Lautertal über einen Obst- und Waldlehrpfad. Dank dem tatkräftigen Einsatz des Obst- und Gartenbauvereins Unterlenningen konnte dieser Lehrpfad entstehen. In der Anlage eines Obst- und Waldlehrpfades sieht der Obst- und Gartenbauverein einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung des landwirtschaftlich prägenden Obstbaus in Lenningen.

Der Weg beginnt in Unterlenningen auf der bestehenden Zufahrtsstraße in Richtung Sportgelände Bühl. Bereits unmittelbar nach dem Ortsende informiert eine Tafel über die Anlage des Obst- und Waldlehrpfades, der an der ehemaligen Hopfenburg beginnt und durch die Gewanne Weingartäcker, Hohe Reute und Bühl führt. Ein Gesamtbestand von über 100 Bäumen bildet ein breites Spektrum des heimischen Streuobstbaus des Waldes und Waldrandes ab. Ruhebänke entlang des Weges laden zum Verweilen ein.

Aufgrund der besonderen ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen ist deren Pflege, Erhaltung und Neuanlage wünschenswert. Besonders wichtig ist die Pflege der Jungbäume. Dazu gehört der jährliche „Erziehungsschnitt“ dessen Folge ein stabiles Kronengerüst ist. Später reicht es, den Baum nach Bedarf auszuschneiden. Für viele bedrohte Vogelarten sind Streuobstwiesen letzte Rückzugsgebiete in unserer Kulturlandschaft.

Obstbäume sind seit Jahrhunderten unverzichtbare Begleiter des Menschen. Streuobstwiesen prägen und beleben das Landschaftsbild. Gerade die Obstblüte im Frühjahr bietet einen sehr schönen Anblick. Als Streuobstbäume werden hochstämmige, robuste Obstbäume im Garten, am Orts- und Straßenrand und vor allem auf Wiesen bezeichnet.

Ursprünglich war für den Streuobstanbau sicherlich der Beitrag zur Ernährung ausschlaggebend. Zwischen dem 8. und 15. Jahr setzen bei Hochstamm-Obstbäumen die Obsterträge ein. Jährlich können dann 100 bis 500 kg Früchte pro Baum geerntet werden.

Ein Großteil der Bevölkerung versorgte sich mit Frischobst oder verarbeitete die Ernte zu Fruchtsaft, Most oder Dörrobst.

Typische Obstwiesen werden intensiv gepflegt und bewirtschaftet. Infolge einer langjährigen, ungestörten Entwicklung können sich Tier- und Pflanzen Welt in geradezu idealer Weise aufeinander einstellen.

Ein Paradies für die Tierwelt ist entstanden. Streuobstwiesen zeichnen sich durch einen besonders hohen Tierartenreichtum aus.

Die Obstbaumblüten sind reiche Nahrungsquellen für, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Durch den Insektenreichtum sind Obstwiesen wiederum für Insekten fressende Vögel und Fledermäuse bedeutsam.

Unter den Obstbäumen locken faulende Früchte sowie Wiesenblumen unzählige Schmetterlinge, Fliegen, Wespen, Käfer und Vögel an. Von besonderer Bedeutung ist der Höhlenreichtum aller Obstwiesen. Hiervon profitieren auch zahlreiche Tiere: höhlenbrütende Vögel wie Käuzchen, Fledermäuse und Eichhörnchen.

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Schlössle mit Hausmuseum


Das Schlössle in Oberlenningen

Das Ortsbild von Oberlenningen wird wesentlich geprägt vom "Schlössle", das sich auf einer Anhöhe oberhalb der Lauter über dem alten Ortskern erhebt. Das Gebäude wurde im Jahr 1983 von der Gemeinde Lenningen erworben, um es als historisches Gebäude und Kulturdenkmal zu erhalten. In den folgenden Jahren wurde das Schlössle mit erheblichen Aufwand renoviert und restauriert. 1992 konnte es dann seiner neuen Bestimmung übergeben werden: Im 1. Stock befindet sich seitdem die neue Gemeindebücherei und im 2. Stock das neugeschaffene "Museum für Papier- und Buchkunst".
Nicht ohne Grund wird das Schlössle als "denkmalpflegerischer Glücksfall" bezeichnet. Es wurde in den Jahren 1593 - 1596 von den Herren Schilling von Cannstatt erbaut und stellt einen charakteristischen Ortsadelssitz des späten Mittelalters dar. Eine denkmalpflegerische Rarität ist das Gebäude, weil es nach seiner Entstehung nie grundlegend umgebaut oder verjüngt wurde und deshalb bei seiner Renovierung noch überraschend viel von seiner ursprünglichen Ausstattung zeigte.
Denkmalpflegerische Zielsetzung bei der Renovierung war, das Gebäude in seinem ursprünglichen Zustand möglichst unberührt zu erhalten, zu reparieren, jedoch nichts auszutauschen oder hinzuzufügen. Selbst wenn hinsichtlich der späteren Nutzung in Einzelfällen Kompromisse gemacht werden mussten, konnte die vorgefundene Bausubstanz doch mit allen ihren Funden möglichst unberührt, lediglich restauriert und, wo unumgänglich ergänzt, in ihrem Befund erhalten bleiben.
Dabei wurde das Fachwerk wieder vollständig freigelegt und die roten Fachwerkfassungen und rot-schwarzen Bandelierungen unter dem Dach wieder in der ursprünglich farblichen Fassung aufgetragen. Die Fensterfronten in den Stuben des 1. und 2. Stockwerks konnten nach Funden zuverlässig restauriert werden, wobei die gelbe Farbe der Ziehläden der früheren Bemalung entspricht. In den Innenräumen konnten unter anderem umfangreiche Wand- und Deckenbemalungen konserviert und freigelegt werden.

Förderkreis Schlössle Programm

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Hausmuseum im Lenninger Schlössle neu eingerichtet

Seit dem Tag des Offenen Denkmals 2005 ist im Oberlenninger Schlössle das neu eingerichtete Hausmuseum im vorderen Gewölbekeller der Öffentlichkeit zugänglich. Es zeigt Zufallsfunde, die bei der Renovierung des 400 Jahre alten Renaissancebaus zutage kamen. Es handelt sich meist um Abfall. Denn Jahrhunderte lang entsorgten die Bewohner des Fachwerkbaus ihren Müll auf die damals übliche Weise: Sie warfen ihn in die Abortfallgrube , vergruben ihn im Keller oder stopften ihn durch die Löcher der stark abgetragenen Fußbodendielen in die Hohlräume über den Kellergewölben. Einiges verschwand unfreiwillig in den Bodenritzen. Mancher Unrat wird auch wohl die Lauter hinunter geflossen sein. Eine geregelte Müllabfuhr gibt es erst seit Beginn des 20.Jahrhunderts in den Städten.

Bisher waren die Funde nur zum Teil und nur in ungenügender Weise ausgestellt. Eine 3000,00 Euro-Spende des Förderkreises Schlössle erleichterte dem Lenninger Gemeinderat den Entschluss, der Museumseinrichtung mit einem Gesamt-Kostenaufwand von 10.000,00 Euro zuzustimmen.

Als idealer Ort für die Präsentation fand sich der rechte Kellerraum im UG des Schlössle, welcher bisher nur unzureichend genutzt war. Nach Neueinrichtung mit dem nötigen Mobiliar und Vitrinen wurde ein Fachmann mit Auswahl und Einrichtung des Hausmuseums beauftragt. Der Restaurator Erwin Raff  wählte im Sommer 2005 aus den Funden die Ausstellungsobjekte aus und ordnete sie thematisch in den einzelnen Vitrinen anschaulich, übersichtlich mit knappen Beschreibungen.

Reste von Bau - und Gebrauchskeramik bilden den größten Bestand. Alle anderen Funde stehen hinter dieser Materialgruppe naturgemäß zurück. Der Restaurator hat aus den Fragmenten so ausgewählt, dass ein möglichst breites Spektrum von Objekten über den Alltag von damals erzählt. Ein Hauch vom ehemaligen Adelssitz haftet den Butzenscheiben in den alten Bleifassungen an, ebenfalls die Reste der üppig verzierten, grün glasierten Ofenkacheln mit herzoglichen Wappen. Die zahlreichen Scherben der handwerklich hergestellten Hafnerware weisen auf die Typenvielfalt hin. Die Töpferware diente der Vorratshaltung und als Koch- und Essgeschirr. In den verschieden großen Schüsseln wurden die Speisen zubereitet und so auf den Tisch gebracht. Daraus aß man gemeinsam. Andere Scherben geben Einblick in vergessene Bräuche. Es sind Deckel von Nachgeburtstöpfen ausgestellt. Die Nachgeburt so würdig zu bestatten war bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts üblich. Eine mit Draht zusammengeflickte Abdeckhaube für das Feuerloch weist auf das sparsame Haushalten hin. Äußerst mager war die Ausbeute der Kleinfunde an Glasscherben. Hausrat aus Glas war teuer und rar.

Im Katasteramt sind 1823 ein Seiler, ein Weber, ein Schuster und ein Schneider als Eigentümer des einst adeligen Hauses verzeichnet. Diese Handwerkerfamilien hatten auch noch Anteile an den dazugehörigen Scheuern und Nebengebäuden und verfügten über Baum - und Grasgärten. So lässt sich daraus schließen, dass sie auch eine bescheidene Landwirtschaft umgetrieben haben.  Was mögen die Familien aus der gemeinsamen Schüssel gelöffelt haben? Tierknochen zeigen, dass zwar Fleisch auf den Tisch kam. Jedoch sind die gefundenen Mengen für die langen Zeiträume recht gering. Eier- und Muschelschalen und über hundert Schneckengehäuse lagen unter den Böden. Schnecken in einer sauren Brühe sei ein typisches Fastenzeitessen gewesen. Die tägliche Nahrung wurde zumeist aus den Früchten des Ackers, Linsen, Bohnen, Erbsen gekocht und dazu den Mehlbrei. Eine Roggenähre aus dem 19. Jahrhundert zeigt im Vergleich mit einer heutigen Ähre, was durch Züchtung und Düngung  erreicht wurde. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bedeuteten Missernten Hungersnot, die auch Todesopfer forderte. Die Auswanderungen nach Amerika 1846 bis 49 wurden, wie landesüblich, auch von der Oberlenninger Gemeinde mitfinanziert.

Zerrissene Leinenstrümpfe, löchrige  Kinderleinenschuhe, ein zerfleddertes Kinderkleid aus Leinen sind in der Latrine gefunden worden. Handspindeln und Spinnwirtel mit verschiedenen Verzierungen erinnern daran, wie noch bis vor Jahrzehnten die Mädchen und Frauen in den Lichtstuben beisammen waren. Flick -und Nähutensilien seien im ganzen Haus verstreut gefunden worden. Und ein wenig Kinder -Krims -Krams kam auch aus der "Fundgrube" zutage : Tonmurmeln, Holzkreisel und Kegel, ein Gummisauger, ein Holzpüpple. Fast zu übersehen sind Papierfetzen aus einem Gebet- oder Liederbuch. Nicht in jedem Haus war eine Bibel. Doch die Sprüche und Lieder aus solchen Andachtsbüchern geleiteten die einfachen Menschen in ihren oft kargen Alltag hinein.

Der vordere Gewölbekeller im Schlössle  ist ein idealer Ort für das Hausmuseum mit den Zufallsfunden. Spuren von den noblen Erbauern mögen nostalgische Gefühle wecken; die Reste der nachfolgenden Hausbewohner geben einen Einblick in jene Zeiten ,als einfache Leute  nicht nur ihre Suppe gemeinsam auslöffeln mussten.

Das Hausmuseum kann während den üblichen Öffnungszeiten der Bücherei und des Museums für Papier- und Buchkunst besichtigt werden:

Di. 11-18 Uhr, Mi. 15-18 Uhr, Do. 15-19.30 Uhr, Fr. 14-18 Uhr, Sa. 10-12 Uhr und So. 14-17 Uhr.

Erika Hillegaart



Förderkreis Schlössle

Kulturinteressierte Bürger und Bürgerinnen gründeten im Jahr 1982 den "Förderkreis Schlössle" . Der Förderkreis  nimmt denkmalpflegerische und kulturelle Aufgaben rund um's Schlössle wahr.
Lenningen und das Lenninger Tal verfügen über nur wenige historische Zeugnisse der Vergangenheit deshalb waren sie der Überzeugung, dass ein historisch so wertvolles Renaissance-Gebäude wie das Lenninger Schlössle erhalten, retausriert und von den Bürgern genutzt werden sollte und auch späteren Generationan als Baudenkmal gegeben werden soll.

Zusammen mit der Gemeindebücherei bietet der Förderkreis mehrmals im Jahr kulturelle Veranstaltungen an.

Werden Sie Mitglied im Förderkreis Schlössle. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben.

Kontaktadresse: Förderkreis Schlössle, Schlossrain 15, 73252 Lenningen
(1. Vorsitzender: Wolfgang Guse, Starenweg 14, 73252 Lenningen-Oberlenningen, Tel. 5960)

Spendenkonto: Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG, Konto-Nr. 377 22 0000 BLZ 612 901 20



Schopflocher Alb


Im Südosten des Landkreises Esslingen liegt malerisch eingebettet zwischen den Tälern von Lindach und Lauter die Schopflocher Alb. Sie ist ein halbinselartiger Ausläufer des Albtraufs im Bereich der Kirchheimer Alb. Über den Sattelbogen steht die Schopflocher Berghalbinsel mit dem Teckberg in Verbindung. Ihre Hochfläche zeigt das abwechslungsreiche Relief eines durch Kuppen und Trockentäler geprägten Hügellandes. Eine landschaftliche Besonderheit stellen die beiden Naturschutzgebiete "Randecker Maar" und "Schopflocher Torfmoor" dar, die auf vulkanische Ereignisse vor 16 - 20 Mio. Jahren im Zeitalter des Miozän zurückgehen.

Die Schopflocher Alb ist reich an herrlichen Ausblicken in Albvorland, Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Burgen und Ruinen, Felsen und Höhlen, Schafweiden und Blumenwiesen in bäuerlicher Kulturlandschaft verbunden durch ein Netz von Wegen laden zum Wandern und Naturerleben ein.

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Schopflocher Torfmoor

Eine landschaftliche Besonderheit im Karstgebiet der Schwäbischen Alb stellt das Schopflocher Moor dar. Seine Entstehung verdankt das Schopflocher Moor einer wasserstauenden Tonschicht, welche durch Verwitterung des Basalttuffes eines Vulkanschlotes entstand. Sie verhinderte die Versickerung des Oberflächenwassers in das klüftige Kalkgestein. Der an dieser Stelle ursprüngliche vorhandene Maarsee ist im Laufe der Zeit verlandet. Begünstigt durch die hohen Niederschläge am Albtrauf konnte sich hier das einzige größere Hochmoor der Schwäbischen Alb entwickeln.

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Von Ende des 18. Jahrhunderts an bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Schopflocher Moor Torf abgebaut. Diese Eingriffe, verbunden mit einer großflächigen Entwässerung, führten schließlich zum Ruin dieses einzigartigen Kleinods. 1931 gelang es dem Schwäbischen Albverein mit staatlicher Unterstützung die letzten verbleibenden Torfhügel zu erwerben.
Damit wurde die Keimzelle für das bereits 1942 ausgewiesene Naturschutzgebiet geschaffen. 1983 wurde das Naturschutzgebiet auf 50 Hektar erweitert. Trotz der Unterschutzstellung ging der Bestand moortypischer Tier- und Pflanzenarten zurück. Die noch zahlreichen vorhandenen Gräben begünstigen bis heute die Entwässerung und Austrocknung des Moores. Die Mineralisierung des Torfes ermöglicht die Ausbreitung von Pflanzenarten, welche die Moorflora zunehmend verdrängt. An Stelle der Hochmoorvegetation sind vielerorts Hochstaudenbestände, Schilfröhrichte oder Weidengebüsche getreten.




Die trockengelegten Flächen wurden früher landwirtschaftlich genutzt. Da die Wiesen erst im Spätsommer oder Herbst gemäht werden konnten, diente das Heu vorwiegend zur Stalleinstreu. Auf diesen spätgemähten, sog. Streuwiesen, entwickelte sich eine besonders artenreiche Pflanzenwelt. Die Landwirtschaft hat die Bewirtschaftung längst aufgegeben. Heute werden diese Wiesen im Auftrag des Naturschutzes gemäht, um die Standorte seltener Pflanzenarten zu erhalten. Noch finden sich im Schopflocher Moor kleinflächig Restbestände einer typischen Moorflora. Ihr zukünftiges Vorkommen wird aber davon abhängig, ob es gelingen wird, die Bedingungen für das Moor insgesamt wieder zu verbessern.

Der zum Schutz der empfindlichen Vegetation angelegte Schwellenweg durch das Moor ermöglicht dem Besucher, das Moor und seine Fauna und Flora kennenzulernen.

Weitere Informationen:
http://www.naturschutzzentren-bw.de/servlet/PB/menu/1109720_l1/index.htm




     
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